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Messung des Augendrucks

Glaukom-Prävention / Screening-Test als Beitrag zur Früherkennung des "Grünen Stars"

Was ist der Augeninnendruck?

Der Augeninnendruck sorgt (wie die Luft in einem Ballon) für eine gleichmässige Form des Augapfels, der im Innern aus einer gallertartigen Masse besteht (Glaskörper). Der Raum zwischen Linse, Iris und Hornhaut wird von einer Flüssigkeit (Kammerwasser) umspült, welche zur Versorgung dieser Teilorgane beiträgt. Das Kammerwasser wird ständig neu gebildet und fliesst über den Blutkreislauf wieder ab. Kann es nicht oder nur erschwert abfliessen, steigt der Augeninnendruck, was mittelfristig Schädigungen am Sehnerv und an den Nervenzellen der Netzhaut verursacht (Glaukom).

Wie wird er gemessen?

Augenoptiker/innen arbeiten mit Non-Contact Tonometern, das heisst berührungsfreien Messgeräten. Dabei wird ein kurzer, nur wenige Tausendstel Sekunden dauernder Luftimpuls aufs Auge gebracht, der die Hornhaut leicht abflacht. Aus der Kraft die es braucht, um die Hornhaut auf einen bestimmten Wert abzuflachen, wird der Augeninnendruck berechnet. Im Unterschied zu anderen Messmethoden muss das Auge bei der Non-Contact-Tonometrie nicht betäubt werden - man spürt bei diesem Verfahren nahezu nichts.

Was sagt das Messresultat?

Augen sind individuell. Wie ihre Grösse variiert auch der Wert ihres idealen Augeninnendrucks. Aufgrund zahlreicher Studien in verschiedenen Ländern wird als Durchschnitt ein Wert von 15 mmHg (MillimeterQuecksilbersäule, Masseinheit für Druck) angesetzt. Als kritischer Augeninnendruck wird ein Wert von 21 mmHg und mehr betrachtet. Andere Quellen definieren Werte zwischen 11 und 21 mmHg als Normalwertbereich. Die "kritische Grenze" von 21 mmHg ist weniger medizinisch, als statistisch angesetzt. Denn gut 5 Prozent der Bevölkerung weisen einen Augeninnendruck von mehr als 21 mmHg auf, problematisch ist dies jedoch nur für einen geringen Prozentsatz der Betroffenen.

Eine Augeninnendruck-Messung ist vergleichbar mit einer Blutdruckmessung: Erhöhte Werte bedeuten nicht unbedingt, dass eine Erkrankung vorliegt, sie zeigen jedoch ein höheres Risiko an. Umgekehrt sind "normale' Werte keine Garantie für Gesundheit.

Was ist ein Glaukom?

Ein Glaukom (Grüner Star) ist eine Schädigung der Sehnervenzellen, die meistens durch einen Druckanstieg im Auge verursacht wird. Dieser erfolgt schmerzlos und in den meisten Fällen unbemerkt. Die zunehmende Einschränkung des Sehvermögens wird oft erst wahrgenommen, wenn sie schon stärker fortgeschritten ist. Ein Glaukom ist irreversibel. Behandlungen können die Entwicklung nur aufhalten oder verlangsamen - eine frühzeitige Erkennung ist daher sehr wichtig.

Mit der Entstehung eines Glaukoms werden verschiedene Risikofaktoren in Verbindung gebracht:

Von allen Faktoren ist der Augeninnendruck der wichtigste. Erhöhte Werte vergrössern das Risiko einer Glaukomerkrankung beträchtlich. Die überwiegende Mehrheit der Glaukomfälle sind mit einem erhöhten Augeninnendruck verbunden. In selteneren Fällen kann ein Glaukom auch bei einem Augeninnendruck im Normalbereich vorliegen (sogenanntes Normaldruckglaukom).

Im Dienste der Prävention

Der Grüne Star (Fachbegriff Glaukom) ist eine der häufigsten Erblindungsursachen in den industrialisierten Ländern. Mit der Augeninnendruck-Messung bieten wir Ihnen einen berührungs- und schmerzlosen Screening-Test an, der zur Früherkennung dieser Erkrankung wesentlich beitragen kann.

Unser Screening-Test liefert eine der wichtigsten Hinweisgrössen für die Möglichkeit eines Glaukoms. Eine Erkrankung an grünem Star kann mit diesem Test alleine weder abschliessend festgestellt noch definitiv ausgeschlossen werden.

Stellen wir im Rahmen von Augeninnendruckmessungen jedoch erhöhte Werte fest, empfehlen wir Ihnen, einen Facharzt aufzusuchen.

Wichtig: Regelmässige Messungen ermöglichen, Veränderungen der Augeninnendrucks frühzeitig zu erkennen.